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    Hartwig Brandl über Feinstaub.st, Feinstaub in Graz, WLAN Graz, Open Data und Graz

    Detailansicht der Feinstaub.st Webseite

    Hartwig Brandl hat mit Johannes Priebsch die Webseite Feinstaub.st erstellt. Diese befasst sich mit dem Thema Feinstaub in Graz, indem öffentliche Messwertdaten die Feinstaubproblematik visualisiert aufzeigen. Wir haben mit ihm gesprochen...

    mygraz: Hartwig, Du hast mit Johannes Priebsch die Seite Feinstaub.st geschaffen, die über Feinstaub in Graz informiert - glaubst Du, dass in Graz zur Behebung des starken Feinstaubaufkommens genug gemacht wird?
    Hartwig Brandl: Nein. Ein kurzes Beispiel: Nach nur 20 Tagen waren 2011 bereits mehr als die Hälfte der pro Jahr zulässigen Grenzwertüberschreitungen verbraucht.
    Die Politik profitiert davon, dass noch zu wenige Grazerinnen und Grazer sich über das wahre Ausmaß der Belastung im Klaren sind. Ansonsten wäre der Druck auf die Politik, endlich wirklich intensive und wirkungsvolle Anstrengungen zu unternehmen, um der Feinstaubproblematik Herr zu werden, wesentlich größer.


    Hartwig Brandlmygraz: Feinstaub.st ist ein Open Data Projekt -  was ist aus Deiner Sicht das Spannendste an Open Data?
    Hartwig Brandl: Regierungen sind sehr gut darin, Daten zu sammeln und zu katalogisieren. Durch das zur Verfügung stellen von - nicht personenbezogenen - Daten können Regierungen jedoch das große Potenzial von Kreativen aus der Privatwirtschaft anzapfen.
    Dadurch entsteht eine Vielzahl von Visualisierungen und Anwendungen die einen sehr großen volkswirtschaftlichen Mehrwert schafft, der ohne offene Daten nicht möglich wäre.

     


     

    mygraz: Welche Open Data Projekte würdest Du sonst noch gerne erstellen?
    Hartwig Brandl: Das Angebot an Open Data in Österreich ist leider noch sehr gering. Sehr spannend wären Informationen zu demographischen Daten, Standorten von städtischen Einrichtungen wie zum Beispiel Kindergärten, Schulen, Parks oder Müllinseln, Standorten von privaten Einrichtungen wie Pflegeheimen oder Lokalen, Daten von öffentlichen Verkehrsmitteln und natürlich Daten über das politische Geschehen in Gemeinderat und Landtag.
    Das Wichtigste dabei ist jedoch, dass die Daten möglichst zeitnah und nicht in zusammengefasster Form maschinenlesbar vorliegen.
    Man könnte damit zum Beispiel eine Webseite entwickeln die zu einer gegebenen Adresse zeigt, ob das Umfeld der eigenen Lebenssituation entspricht. Sprich z.B. wo in Graz fühle ich mich als Jungfamilie wohl, wo als Student, wo als Senior?
    Oder eine Applikation für Smartphones, die einem anzeigt, wann man losgehen muss, damit man die nächste Straßenbahn in die Arbeit noch erwischt.


    mygraz: WLAN Graz.at als Projekt von Dir befasst sich mit den frei zugänglichen WLAN Spots in Graz. Wie findest Du die WLAN Dichte in Graz?
    Hartwig Brandl: Immer mehr Grazerinnen und Grazer wollen nicht nur Zeitungen und Zeitschriften in einem Café vorfinden, sondern genauso WLAN. Man merkt an der Entwicklung in den letzten Jahren, dass die Cafés dem auch Rechnung tragen.
    Persönlich finde ich, dass die WLAN Dichte in Graz in manchen Gebiete schon sehr gut ist (z.B. rund um die Universität oder in der Innenstadt) in anderen Bezirken gibt es jedoch noch fast keine frei zugänglichen Hotspots. Hier hoffe ich, dass sich in den nächsten Jahren noch viel tun wird.


    mygraz: Auf Deiner Seite http://hartwigbrandl.com/ steht, dass Du gerne "The Economist" in Graz hättest, warum diese Wochenzeitschrift?
    Hartwig Brandl: Im Mai 2010 gab es in Graz tatsächlich kein Café, welches The Economist führte. The Economist ist eine der führenden Wochenzeitungen für Volkswirtschaftsinteressierte. Ich lese die Zeitung gerne, weil sie einen guten Blick auf das Geschehen in der Welt ermöglicht und einem dabei hilft, über den Tellerrand zu blicken.
    Nachdem sich schon nach kurzer Zeit zahlreiche Gleichgesinnte der extra dafür gegründeten Facebook-Gruppe angeschlossen hatten, erklärte sich bereits ein Monat später ein Lokal, Skurril 22 in der Heinrichstraße, bereit, die Wochenzeitschrift zu abonnieren. Nur unweit der Universität gelegen trifft man seither nicht nur mich beim Lesen des Economist dort an.


    mygraz: Welche Magazine würdest Du in Grazer Cafés sonst noch gerne lesen?
    Hartwig Brandl: Eigentlich jedes, das Graz internationaler macht.


    mygraz: Was ist das beste an Graz?
    Hartwig Brandl: Graz ist nicht zu groß aber nicht zu klein. Wir sind südlich aber auch nördlich geprägt. Graz ist gemütlich aber auch ein produktiver Ort. Kein Ort der Welt, den ich bisher kennengelernt habe, ist für mich ein besserer Mittelweg zwischen den Extremen, die mir gefallen.


    mygraz: Welcher Ort ist besonders „Dein Graz“?  Wo fühlst Du Dich besonders wohl, wo bist Du gerne in Graz? Bei welchen Orten würdest Du sagen: "Das ist mein Graz!"?
    Hartwig Brandl: Ich genieße Orte, an denen man Graz auf sich wirken lassen kann. Egal ob im Augarten, der Murpromenade, im neuen Café am Dach von Kastner & Öhler oder im Cafe Rosenhain.


    Zur Person:
    Hartwig Brandl befasst sich als Softwareentwickler mit Themen wie Web 2.0, Politik, "mein Umfeld verbessern" und Open Data. Hartwig erstellte bisher Projekte wie Feinstaub.st und WLAN Graz.at.
    Als Trainer arbeitet er mit Schwerpunkt Non-Profit-Organisationen einerseits zu inhaltlichen Themen andererseits im Teambuildingbereich.
    Feinstaub.st
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    WLAN Graz.at
    hartwigbrandl.com

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    Frederik Herzl über Tattoos, Graz und was man der Stadt Graz tätowieren könnte...

    Frederik Herzl Tattoo Graz Tom`s Tattooworld: sleephaxn

    Frederik "Fred" Herzl ist Tätowierer bei Tom`s Tattooworld in Graz. Wir haben mit ihm über Tattoos, Tätowieren und natürlich Graz gesprochen.

    Fred Herzl Grafikmygraz: Was ist das besondere am tätowieren?
    Fred: Das Besondere beim Tätowieren ist für mich, dass ich jemanden etwas fürs Leben mitgeben kann. Ich darf sozusagen unterschreiben :)
    Ein Bild das nicht so schnell verloren geht wie ein loser Zettel oder eine alte Leinwand im Keller.



    mygraz: Welche Tattoo Artists beeindrucken Dich selbst am meisten?
    Fred: Es gibt so unglaublich viele geniale Tattookünstler, da fällt es mir wirklich schwer alle aufzulisten die mich beeindrucken und ich will mich nicht auf ein paar wenige fixieren.



    mygraz: Welche Tattoos tätowierst Du am liebsten?
    Fred: Am liebsten hab ich es, wenn der Kunde weiß was er will, aber den kompletten Kreativpart mir anvertraut. Von der Skizze bis zum Tattoo. Eine wirkliche Stilrichtung hab ich noch nicht gefunden, da ich erst seit Oktober 2010 tätowiere, aber bis auf Portraits versuche ich eigentlich alles auf meine Weise umzusetzen.



    mygraz: Wenn man die Stadt Graz tätowieren könnte, welches Tattoo würde zu Graz passen?
    Fred: Ganz klar: Ein Uhrturm! Mit ein wenig Farbe.. aber dezent. ;) Natürlich war mir ein Kundengespräch mit Graz im voraus lieber, um genauer und besser auf Wünsche und Ideen der Stadt einzugehen.



    mygraz: Warum Graz?
    Fred: Ich bin hier geboren und aufgewachsen und glücklicher Weise habe ich hier auch meinen absoluten Traumjob gefunden.


    Frederik Herzl Tattoo
    mygraz: Was ist das beste an Graz?
    Fred: Graz hat eine angenehme Größe. (Fläche und Einwohner) Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Ich mag die Altstadt, die vielen modernen Gebäude mitten drin und alle Parks.



    mygraz: Welcher Ort ist besonders „Dein Graz“?  Wo fühlst Du Dich besonders wohl, wo bist Du gerne in Graz? Bei welchen Orten würdest Du sagen: "Das ist mein Graz!"?
    Fred: Ich bin gern am Schlossberg. Für Frischluft und Inspiration. Außerdem hat man einen wunderschönen Ausblick über die Grazer-Dachlandschaft. Aber ich fühl mich auch zu Hause am Balkon ganz in Graz. Vom 4. Stock aus, habe ich eine tolle Sicht auf den Uhrturm und alle Kirchentürme rund herum.

     

     


     


    Frederik "Fred" Herzl ist Tattoo Artist bei Tom`s Tattooworld in Graz.
    Fred bei Tom`s Tattooworld
    Fred auf Facebook: Frederik Herzl
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