Grazer Racing Teams erstmals auf dem Red Bull Ring in Spielberg!
Premiere.
Die Formula Student Austria findet heuer zum ersten mal auf dem Red Bull Ring in Spielberg statt.
Die nächste Runde des Konstruktionswettbewerbs ist damit zu Hause in der Steiermark eröffnet.
Noch größer und noch spektakulärer.
Bereits letztes Jahr trafen sich 700 Studenten aus aller Welt am Wachauring in Melk, um an der Formula Student Austria (FSA) teilzunehmen und ihr Wissen und ihr Können unter Beweis zu stellen.
Heuer findet der Bewerb erstmals am früheren F1 Grandprix Austragungsort Österreich Ring – dem Red Bull Ring statt. Das Motto ist: „Noch größer und noch spektakulärer."
Vom 27. bis 30. Juli 2011 treffen sich dabei 32 Teams aus 12 verschiedenen Ländern und messen sich in 7 Disziplinen.
Dass es dabei nicht nur ums reine fahren geht, zeigen auch die Disziplinen wie Business Präsentation, Cost Event und das Engineering Design abseits der Rennstrecke für Wettbewerb.
Verbrennungsmotoren gegen Elektromotoren
Auch heuer werden elektrisch angetriebene Boliden im Starterfeld dabei sein – genau sind es 8 Teams. Der Vergleich zwischen den Teams mit den durch Verbrennungsmotoren angetriebenen Boliden und den elektrisch angetriebenen Boliden wird dabei spannender den je.
Die Grazer Teams setzen sich aus dem TU Graz Racingteam, dem TU Graz E-Power Racingteam und dem Joanneum Racing, der FH Joanneum Graz, zusammen.
Ebenfalls mit dabei ist das Siegerteam von 2010 und 2009, das Global Formula Racing Team, eine interkontinentale Kooperation der Oregon State University mit der Bergakademie Ravensburg, sowie viele andere vielversprechenden Teams.
Spielberg und die Renntage lohnen sich daher auf alle Fälle.
Nähere Informationen:
FS Austria
Andreas Weirer von Planrender über Rendering, Architekturwettbewerbe und Graz
Andreas Weirer ist einer der besten 3D Zeichner von Graz und erstellt mit seinem Architekturvisualisierungsbüro Planrender Schaubildvisualisierungen basierend auf 3D-Computermodellen (Renderings) für den Architektur und Immobilienbereich.
mygraz: Was ist das besondere an Rendering?
Planrender/Andreas Weirer: Mein Team und ich versuchen mit Hilfe des Computer Bilder zu erzeugen, um dem Endkunden die Visionen unseres Klienten darzustellen. Noch bevor ein Objekt in die Realität umgesetzt wird, kann man, mit Hilfe des perfekten 3D-Modells, Einblicke in den später erlebbaren Raum verständlich übermitteln. Für mich selbst besteht auch der Reiz dem Entwerfenden diverse Optimierungen seiner Vorstellung darzustellen, welche dann großteils auch getätigt werden.
Gerade jetzt entwickeln wir einen eigenständigen Terminal der mittels Augumented Reality gesteuert wird. Wir werden diesen Terminal für Front Office Bereiche einsetzen.
mygraz: Bei wie vielen Architekturwettbewerben hast Du mittlerweile schon mitgemacht?
Planrender/Andreas Weirer: So genau kann ich das spontan nicht sagen. Ich nehme an es waren bisher als Professionist ca. 30 -40. Als studentischer Mitarbeiter in österreichischen Architekturbüros waren es ca. ein Dutzend.
mygraz: Wenn Du Dir ein Gebäude oder ein Areal in Graz frei aussuchen könntest - welches Gebäude oder Areal würdest Du gerne visualisieren?
Planrender/Andreas Weirer: Der Reiz lag schon immer an einer Visualisierung von der am Ruckerlberg abfallenden Rudolfstraße (auf höhe Altersheim) in Blickrichtung Herz-Jesu Kirche. Hier gibt es das ganze Jahr über die wunderbarsten Sonnenuntergänge und Licht-Schattenspiele. Im Hintergrund verschwindet diffus das Grazer Umland. Einer der schönsten Plätze der Stadt zum sinnieren.
mygraz: Was war bisher Dein spannendster Grazer Architekturwettbewerb?
Planrender/Andreas Weirer: Spannend ist wohl falsch gesagt. Ich habe viele Wettbewerbe gemacht, die alle für den Klienten sehr wichtig waren, da diese in all Ihre externen Mitarbeiter hohe Summen an Geld investieren um definitiv siegen zu können. Fordernd waren für mich immer Wettbewerbe, in denen ich meine Impressionen von Architektur und Bildkomposition Ausdruck verleihen konnte. Aber der für mich eindrucksvollste Wettbewerb, bei dem ich vom ersten Strich bis zur Plakatabgabe der zweiten Runde dabei war, war der Wettbewerb für das neue Bad Eggenberg für GRAZT Architektur. Leider konnten wir diesen damals nicht gewinnen.
mygraz: Welche Bereiche außer Architektur, Rendering und 3D findest Du sonst noch interessant?
Planrender/Andreas Weirer: Eigentlich beschäftige ich mich 16/6* [*16h/Tag, 6Tage die Woche] mit der Darstellung von Objekten. Ein weiteres Hobby ist die Analyse von Architekturfotografie in Fachzeitschriften. Ich versuche mich auf den Fotografen einzulassen und die Darstellung in mich aufzunehmen.
Wenn ich in Bewegung bin konzentriere ich mich auf Lichtbrechungen und reale Schattenspiele, die ich mir wiederum in meinen Darstellungen zu nutzen mache.
mygraz: Du hast vor Deinem Studium eine HTL für Möbelbau gemacht und warst beim "CIS Züco-Designcontest - Styria's next Chair Designer" unter den besten Designern - wie sieht der Sessel der Zukunft aus?
Planrender/Andreas Weirer: Wie er aussieht kann ich persönlich nicht beurteilen. Nachdem ich schon in sehr vielen Architekturbüros und Immobilienagenturen vorstellig war, habe ich gesehen, dass sich ein Großteil der Geschäftsführer vom brachialen, schweren Prestigestuhl mit Kopfstütze getrennt hat. Das ergonomische und atmungsaktive Objekt, individuell einstellbar, welches unbedingt Mass- Costumized produziert werden kann, wird aktuell. Unbedingt nötig ist auch eine professionelle Beratung beim Kauf eines Stuhls, da die Sitzhaltung auch sehr mit der Produktivität am Arbeitsplatz zusammenhält.

mygraz: Als Dienstleister hat man mit vielen Klienten zu tun - gibt es ein besonders interessantes Erlebnis?
Planrender/Andreas Weirer: Ich hatte ein Projekt für eine Präsentation fertig zu stellen. Ich konnte mich ca. 60h durchgehend mit Unterstützung von diversen koffeinhaltigen Mitteln wach halten und sendete Sonntags um ca. 23:00 Uhr die Visualisierungen, welche schon drei geometrische Ergänzungen erfahren hatten. Da die Präsentation meines Klienten am Montag um 14:00 Uhr stattfand und meine Deadline um 08:00 angesetzt war, hatte ich mein Soll wieder erfüllt. Tags darauf um 04:00 morgens klingelte mein Telefon und mein Klient meinte es wäre ein extremer Grünstich in den Bildern. Nach langen Diskussionen und Änderungen per Remote-Desktop in der postproduction kamen wir noch immer nicht auf das gewünschte Ergebnis. Ich setzte mich ins Auto und fuhr ins 150km entfernte Klagenfurter Architekturbüro. Als ich ankam machte ich einen Blick auf den mindestens 9 Jahre alten Plotter. Auf dem Display blinkte “MAGENTA LEER“.
Seit damals habe ich meine Geschäftsbedingungen geändert und kalibriere aus oben genannten Gründen meine Monitore nach dem Druckmedium des Klienten. Vor allem schalte ich das Telefon zu nächtlicher Stunde ab. Man glaubt gar nicht zu welcher Uhrzeit Architekten und Consulter noch anrufen.
mygraz: Du hast 2001 100.000 Schilling im Radio gewonnen und in einer Aufsehen erregenden Aktion das ganze Geld "aus dem Fenster geworfen" und so an die Leute verteilt- würdest Du das heute auch noch/wieder machen?
Planrender/Andreas Weirer: Da wurde aber gut recherchiert. Das Geld war damals zweckgebunden. Es hieß: „Was würden Sie für 100.00 Schilling machen?“ Und ich meinte, ich würde für 100.000 Schilling 100.000 aus dem Fenster werfen, also Nullsummenspiel. Heute würde ich die Summe in freie Mitarbeiter investieren um ein wenig mehr Freizeit zu haben.
mygraz: Warum Graz?
Planrender/Andreas Weirer: Ich bin in Graz geboren und hier aufgewachsen. Mein Freundeskreis hat sich die letzten 20 Jahre nur wenig geändert. Ich habe hier meine Ausbildung gemacht und habe gelernt mit den ortsüblichen Gegebenheiten klarzukommen. Eigentlich hat sich die Frage des Verlassens der Stadt nie wirklich ernsthaft gestellt. Wenn man in meiner Branche in Firmen arbeiten möchte (ich denke hierbei an den internationale Animationsstudios) dann dauern die Verträge meistens 2-3 Jahre und man muss dann wieder das Land wechseln. Ich hatte es geschafft ohne direkten Kundenkontakt meine Geschäfte über das Netz abzuwickeln. Ich bin davon abgekommen, da viele Klienten gerne den persönlichen Kontakt suchen und glauben Ihren Geschäftspartner so besser einschätzen können. Außerdem entfällt ein immenser Aufwand über Email und Telefon durch das Erstgespräch.
mygraz: Was ist das beste an Graz?
Planrender/Andreas Weirer: Die Lage: 3h nach Piran ans Meer; 3h nach Schladming in den Schnee; 1h ins Thermenland zur Erholung; 2h nach Wien zum shoppen; 1,5h zum Wörthersee und so weiter…
mygraz: Bei welchen Orten in Graz würdest Du sagen: "Das ist mein Graz!"
Planrender/Andreas Weirer: In meiner spärlichen Freizeit begebe ich mich oft in diverse Kaffeehäuser und Restaurants. Hier kann ich privat sein, mich mit Freunden treffen und mich austauschen. Daher würde ich sagen „Mein Graz“ ist der Dietrichsteinplatz, danach der Gastgarten vom Café Zeit[los] und Abends das Kellergewölbe vom Thoma-Wirt und die Terasse des Buschenschank Schaar.
Andreas Weirer leitet das Architekturvisualisierungsbüro Planrender2009 wurde er für den ANIMAGO 2009/ BEST PHOTOREALISTIC STILL nominiertWeiters ist er als Studentassistent am Institut für Architektur und neue Medien an der TU Graz tätig.Planrender Architekturvisualiserungen
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Joanneum Racing: jr11!
Über das Bauen eines Rennwagens. Dem Rollout des neuen Boliden jr11. Die Formula Student. Technik. Und vor allem die Leistung hinter dem Bau eines derartigen Boliden.
Vor dem Start der Formula Student Rennserie haben wir mit dem technischen Leiter Arnold Metnitzer über das Joanneum Racing Team gesprochen.

mygraz: Das FH-Joanneum Racing Team gibt es nun schon seit 2003. Jährlich wird von einem wechselnden Team aus motivierten Studierenden ein neuer "jr"-Rennwagen konstruiert und gebaut. Das große Ziel ist jedes Jahr die Teilnahme am internationalen Konstruktionswettbewerb "Formula Student". Aus der technischen und der Design-Sicht betrachtet - wie haben sich die Rennwagen des joanneum racing graz - Teams in den wenigen Jahren seit 2003 verändert?
joanneum racing graz/Arnold Metnitzer:
Unsere Rennwagen haben sich im Laufe der Zeit sehr stark verändert. Der erste Rennwagen war noch allradgetrieben und in Form einer Aluminium-Wabenstruktur aufgebaut, es war in dieser Rennserie ein richtiger Exot. Unser Team ist bekannt für die Innovation die wir betreiben, daher haben sich auch die Fahrzeuge sehr schnell entwickelt. Nach den Anfängen mit Wabenstrukturen und Stahlrohrrahmen ist der jr11-Boldide nun schon der dritte, der in Form einer Kohlefaser-Monocoque-Bauweise aufgebaut ist, eine sehr moderne und gewichtsparende Lösung, die auch in Formel 1-Boliden eingesetzt wird. Die Motoren, die von uns selbst abgestimmt und getuned werden, sind ebenfalls einzigartig in der Serie. Seit jeher fahren wir mit aufgeladenen Einzylinder-Motoren. 2011 das zweite Mal mit Turbo-Aufladung, wir sind eines der wirklich sehr wenigen Teams die diese Technologie überhaupt zum Laufen gebracht und erfolgreich im Renneinsatz gehabt haben. Vom Design her muss man sagen, dass unsere Industrial Designer in diesem Bereich von Jahr zu Jahr immer wieder tolle Arbeit leisten. Die Autos sind nicht nur schnell, sie sehen auch sehr gut aus. Die Formgebung und Designsprache ist letztendlich doch sehr wichtig, weil sie Emotionen bei den Menschen weckt.
mygraz: Was wird das besondere am neuen jr11 Rennwagen werden?
joanneum racing graz/Arnold Metnitzer: Wir haben dieses Jahr einen wirklich guten Mix aus bewährten Lösungen und attraktiven Innovationen geschafft. Der jr11 wird also gesamtheitlich eine überzeugende Leistung bieten. Wir sind zuversichtlich und schon gespannt auf die ersten Testfahrten.
mygraz: Euer Team besteht nicht nur aus Fahrzeugtechnikern, sondern auch aus Begeisterten der Studiengänge "Elektronik & Technologiemanagement", "Journalismus & Public Relations", "Industrial Design", "Informationsdesign", "Produktionstechnik & Organisation" und "Physiotherapie".
Wie läuft eine derartige interdisziplinäre Zusammenarbeit ab?
joanneum racing graz/Arnold Metnitzer: Ja, das sind alles Studiengänge mit denen wir zusammenarbeiten. Wir sind sehr stolz und dankbar so viele Kollegen und Teammitglieder zu haben, die uns hilfreich zur Seite stehen. Die Herausforderung bei einer solchen Zusammenarbeit ist vor allem eine gute Kommunikation und die Vermittlung eines gesunden team spirits. Wir haben für jeden "Partner-Studiengang" eigene Ansprechpartner und daher funktioniert das System recht gut.
Technik
Neues von der Grazer Technikszene

